Ubuntu Installation

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Sofern die Hardware einigermaßen aktuell ist, geht die Ubuntu Installation am besten ...

  • mit einer 64bit Installation mit UEFI
  • von einem USB-Boot-Stick
  • auf einer leeren bzw. formatierten SSD mit dem ext4 Dateisystem
  • bei deaktiviertem Secure Boot in den Bios Einstellungen

Wer ein Betriebssystem seiner Wahl auf einem Desktop-PC einrichten möchte, sollte statt einer herkömlichen Festplatte besser eine SSD verwenden. SSDs werden unter Linux mittlerweile sehr gut unterstützt. Der Performance-Schub ist einfach enorm und eine SSD mit 256 oder 500 GByte ist heutzutage längst erschwinglich. Die SSD wird dabei mit dem ext4 Dateisystem formatiert. So nimmt man vorzugsweise ein 64bit Linux bzw. eine Ubuntu-Distribution, das heruntergeladen und anschließend auf einen USB-Stick kopiert wird.

Wie man eine Linux-Distribution bootfähig auf einen Stick schrittweise einrichtet, wird in der Rubik Ubuntu Bootstick erstellen näher beschrieben. Im Bios wird vor der Installation auf UEFI eingestellt und der AHCI-Modus des SATA-Controllers aktiviert. Evtl. ist es auch erforderlich, im Bios beispielsweise unter "Advanced Mode" --> "Boot" --> "Secure Boot" den Eintrag von "Windows UEFI Mode" auf "Other OS" umzustellen. Ob das System im BIOS oder im EFI/UEFI gestartet wurde, zeigt das Terminal mit folgendem Befehl an:

[ -d /sys/firmware/efi ] && echo UEFI || echo BIOS

Dabei ist UEFI der Nachfolger des traditionellen BIOS und es setzt ein 64bit Betriebssystem zwingend voraus. Ein moderner 64bit-Rechner (Stand: 2017/18) sollte dabei 8 GByte Ram, eine SSD, eine halbwegs aktuelle Mittelklasse-Grafikkarte, mind. eine Core i3 bzw. AMD Ryzen CPU besitzen, falls Spiele, Videobearbeitung & Rendering häufig genutzt werden. Musste man noch vor wenigen Jahren beim Einrichten der SSDs unter Linux einige Punkte beachten wie Trim, Hibernation, Swap, Alignment, Over-Provisioning, so ist das heute meist "Schnee von Gestern". Moderne SSDs benötigen wie bei den herkömmlichen HDD Festplatten keine Sondereinstellungen mehr.

Mit der gewünschten Linux-Distribution wird über den präparierten Linux-Live-USB-Stick ins Live-System gebootet. Von dort wird der Partitionierer GParted aufgerufen, um die SSD darüber zu formatieren und ggf. auch zu partitionieren. War die SSD schon in Gebrauch und möchte man sie in den sogenannten Werkszustand versetzen, so geht das über den Befehl ATA Secure Erase. Damit ist die SSD wieder so schnell wie am ersten Tag. Aber Achtung: Mittels Secure-Erase und Partitionierung gehen alle Daten des betreffenden Laufwerks verloren !

Übrigens kann man sich einen Überblick über den Zustand seiner Festplatten oder SSDs schnell und einfach mit dem systemeigenen Gnome-Disk-Utility verschaffen. Mit dem Schnellstarter ALT+F2 und der Eingabe von "Laufwerke" oder "Disk" ruft man die hauseigene Laufwerksverwaltung auf. Links sind die einzelnen Datenträger aufgelistet. Klickt man auf das entsprechende Laufwerk, so gibt es im Hauptfenster die momentane Einschätzung über dessen Gesundheitszustand. Wer etwas genauere Angaben benötigt, kommt mit GSmartControl weiter.

Es gibt ein weiteres geeignetes Live-System für das Zurücksetzen der SSD in den Werkszustand mittels ATA Secure Erase: Die Parted Magic Live-CD mit dem integrierten Gnome Partition Editor "GParted". Arbeitet das Mainboard im UEFI-Modus, ist die 64bit Version zwingend notwendig. Diese Live CD dient hauptsächlich dem Zweck des Einrichtens und Partitionierens der Festplatten und kann allgemein auch für andere Betriebssystem verwendet werden.

Nach dem Start des Live-Systems ruft man "Erase Disk" auf und wählt dann die Option "Internal --> ATA Secure Erase". Im nächsten Schritt wird das gewünschte Laufwerk markiert, das zurückgesetzt werden soll. Vorsicht: Nur Laufwerke auswählen, die am SATA-Port angeschlossen sind ! Bei SSDs an USB, eSATA, SAS oder Raid-Controllern kann der Befehl die Laufwerke beschädigen.

Das Erstellen eines bootfähigen USB-Bootstick mit GParted bzw. Parted Magic geht genauso vonstatten wie mit einer Ubuntu-Distribution. Siehe Rubrik Ubuntu Bootstick erstellen.

Wer speziell eine GParted-Live-CD bzw. eine Parted-Magic-Live-CD auch für andere Betriebssysteme benötigt, kann sie hier herunterladen: