Arch Linux Post-Installation

Arch Linux: Post-Installation

Eine ausführliche Anleitung für Einsteiger und Fortgeschrittene
Stand: 23. März 2026

Anleitung als PDF hier herunterladen: arch.post.install.pdf

Die PDF-Anleitung zur Post- als auch zur Arch-Installation kann je nach Wunsch ausgedruckt oder auf ein Tablet geladen werden, um sie für die Installation an der Konsole als auch als Nachschlagwerk oder gar für den Notfall (offline) zur Hand zu haben.

Nach der Installation: Das System optimal einrichten

Sobald das Grundsystem von Arch Linux läuft, folgen die entscheidenden Schritte, um die Hardware-Ressourcen der AM5-Plattform und der RDNA 3-Grafikkarte effizient zu nutzen. In dieser Post-Installation konzentrieren wir uns auf die notwendigen Konfigurationen, die über eine Standard-Installation hinausgehen.

Wir verifizieren die Hardware-Beschleunigung der GPU für Video-Streaming und Gaming und richten ein zRAM-basiertes Speichermanagement ein, um die NVMe-SSD zu schonen. Zudem beheben wir typische Usability-Hürden beim Autologin und erstellen eine zuverlässige Backup-Strategie für den Ernstfall. Ziel ist ein stabiles, performantes Arbeitssystem, das die Möglichkeiten moderner Hardware voll ausschöpft.


Übersicht

Hardware- & Performance-Tuning
AMD GPU: Hardware-Beschleunigung & Leistung prüfen
zRAM: Optimierung für Arch Linux

Desktop-Konfiguration & Usability
Grundlegendes: Die ersten Schritte im neuen System
Deutsches Layout & Autologin-Fix
Die AUR-Zentrale: yay & Pamac
Xfce Screenshot: Die Druck-Taste optimieren

Spiele-Power & Visuelle Ästhetik
Gaming auf Arch leicht gemacht | Steam
Portable Spiele unter Arch | XFCE perfekt starten
Dosbox Game Launcher (DBGL) und Umgebung
Visuelles Highlight: Das legendäre Marine Aquarium unter Arch

Datensicherung & Notfallplan
Das "Golden Image" – Vollsicherung mit RescueZilla
Der Notfallplan: Boot-Recovery & EFISTUB-Reparatur

Dein Arch, Deine Regeln


AMD GPU: Hardware-Beschleunigung & Leistung prüfen

Nachdem das System zum ersten Mal im Desktop gelandet ist, stellt sich die Frage: Nutzt Linux die volle Kraft deiner Grafikkarte oder läuft alles nur "auf Sparflamme" über den Hauptprozessor? Besonders bei modernen Karten wie der RX 7000er Serie ist eine korrekte Hardware-Beschleunigung entscheidend für flüssiges Gaming, ruckelfreies 4K-Streaming und eine niedrige Systemtemperatur.

Mit den folgenden Schritten verifizierst du, dass dein Grafik-Stack (Mesa & VA-API) perfekt auf deine Hardware abgestimmt ist.

I. Welcher Kernel-Treiber wird verwendet?

Zuerst prüfen wir, ob das System den korrekten Treiber für die RDNA 3 Architektur geladen hat.

  lspci -k | grep -A 3 -E "VGA|Display"
  • Ergebnis: Bei Kernel driver in use muss amdgpu stehen. Steht dort radeon (veraltet) oder vga, wurde der moderne Treiber nicht korrekt initialisiert.

II. 3D-Check (Mesa/OpenGL)

Hier prüfen wir, ob der Grafikstack deine Karte direkt anspricht oder ob das System fälschlicherweise auf Software-Rendering (CPU) zurückgreift.

  sudo pacman -S mesa-utils
  glxinfo | grep "OpenGL renderer"
  • Ergebnis: Dort sollte deine Karte stehen, zum Beispiel: AMD Radeon RX 7800 XT (gfx1101, ...).
  • Achtung: Steht dort "Software Rasterizer" oder "llvmpipe", arbeitet die GPU nicht mit Hardware-Beschleunigung.

III. Video-Check (VA-API & AV1)

Moderne Grafikkarten ab der RX 6000/7000er Serie beherrschen die Dekodierung von hochauflösenden Videos (z. B. YouTube in 4K/8K) direkt in der Hardware. Besonders wichtig für aktuelle AMD-Karten ist der AV1-Standard.

  sudo pacman -S libva-utils
  vainfo
  • Ergebnis: Du siehst eine Liste von Codecs. Suche nach Zeilen wie VAProfileHEVCMain oder VAProfileAV1Profile0.
  • Status: Steht am Ende jeder Zeile VAEntrypointVLD, übernimmt deine GPU die Arbeit. Deine CPU bleibt beim Filmschauen im Leerlauf, was Strom spart und das System kühl hält.

IV. Vulkan-Status (Wichtig für Gaming/Steam)

Prüfe, ob die Vulkan-Schnittstelle (RADV) für moderne Spiele korrekt bereitgestellt wird.

  sudo pacman -S vulkan-tools
  vulkaninfo --summary
  • Ergebnis: Unter Devices sollte deine GPU mit der API-Version (z.B. 1.3.x) gelistet sein. Dies ist Voraussetzung für Proton/Steam unter Linux.

V. Der Live-Monitor (GPU-Last & Sensoren)

Um deiner Karte bei der Arbeit zuzusehen und Taktraten, VRAM-Belegung sowie die Temperatur (Junction) zu überwachen, ist amdgpu_top das modernste Werkzeug:

  sudo pacman -S amdgpu_top
  sudo amdgpu_top
  • Funktion: Zeigt in Echtzeit Watt-Verbrauch, Auslastung und Temperaturen an. (Alternative: radeontop).

VI. Firefox-Tuning: Hardware-Beschleunigung aktivieren

Standardmäßig nutzt Firefox unter Linux oft die CPU für Videos, was bei 4K/AV1-Streams zu hoher Last führt. So zwingst du den Browser, deine RDNA 3 Karte zu nutzen:

  1. Öffne Firefox und gib in die Adresszeile about:config ein.
  2. Bestätige das Risiko ("Risiko akzeptieren und fortfahren").
  3. Suche nach media.ffmpeg.vaapi.enabled und setze es auf true.
  4. Damit Firefox unter Wayland/X11 wirklich VA-API nutzt, ist manchmal noch widget.dmabuf.force-enabled auf true hilfreich.

Kontrolle: Starte ein hochauflösendes YouTube-Video. Wenn du nun im Terminal parallel sudo amdgpu_top ausführst, siehst du unter Video eine Auslastung – deine GPU übernimmt jetzt die Arbeit, während die CPU kühl bleibt.


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zRAM: Optimierung für Arch Linux

(Gaming & SSD-Schonung)

Diese Konfiguration ersetzt eine langsame Swap-Partition auf der SSD durch einen extrem schnellen, komprimierten Bereich im Arbeitsspeicher (zRAM). Das schont die NVMe und verbessert die Systemstabilität bei hoher Last (z. B. Gaming).

1. Installation

Installiere den zRAM-Generator:

sudo pacman -S zram-generator

2. Konfiguration erstellen

Erstelle die Konfigurationsdatei für den Generator:

sudo nano /etc/systemd/zram-generator.conf

Füge diesen Inhalt ein (optimiert für 32 GB RAM):

[zram0]
zram-size = ram / 2
compression-algorithm = zstd

3. Kernel-Parameter optimieren (Swappiness)

Damit Linux den zRAM bevorzugt nutzt, optimieren wir das Speicherverhalten:

sudo nano /etc/sysctl.d/99-zram.conf

Inhalt einfügen:

vm.swappiness = 180
vm.watermark_boost_factor = 0
vm.watermark_scale_factor = 125
vm.page-cluster = 0

4. Aktivierung & Wichtiger Hinweis

Achtung: Falls du gerade ein System-Update (pacman -Syu) gemacht hast, schlägt das Laden des zRAM-Moduls fehl (modprobe: FATAL: Module zram not found). In diesem Fall sind die Kernel-Module des laufenden Systems bereits gelöscht.

Lösung: Einmalig neu starten, damit der neue Kernel und die Konfiguration geladen werden:

reboot

Der zram-generator aktiviert sich nach dem Neustart durch die Konfigurationsdatei vollautomatisch.

5. Kontrolle

Prüfe nach dem Neustart mit diesen Befehlen, ob alles korrekt läuft:

a. Details zur Kompression:

zramctl

Ergebnis: NAME /dev/zram0, ALGORITHM zstd, DISKSIZE ~15G.

b. Aktive Swap-Geräte:

swapon --show

Hier sollte nur /dev/zram0 mit der Priorität 100 auftauchen.


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Grundlegendes: Die ersten Schritte im neuen System

Nach der erfolgreichen Installation von Arch Linux ist das System zwar betriebsbereit, gleicht aber noch einem Rohbau. In diesem Kapitel führen wir die entscheidenden ersten Schritte aus, um die Systemsicherheit durch aktuelle Schlüssel zu gewährleisten und die Performance deiner AM5-Hardware zu validieren. Von der Optimierung der Bootzeit bis hin zur Einrichtung eines modernen Startmenüs und der wichtigsten Software-Pakete legen wir hier das Fundament für einen stabilen und komfortablen Arbeitsalltag unter Xfce.

I. Schlüssel-Wartung (Keyring-Update)

Bevor du das erste große System-Update fährst, solltest du die offiziellen Schlüssel der Arch-Maintainer aktualisieren. Dies verhindert den berüchtigten Fehler „unbekannter Signatur“ oder „ungültiges Paket“.

Zuerst die Schlüssel aktualisieren:

sudo pacman -Sy archlinux-keyring

Dann das komplette System auf den neuesten Stand bringen:

sudo pacman -Syu
  • Warum? Die Schlüssel, mit denen Arch-Pakete signiert sind, ändern sich regelmäßig. Ein veralteter Keyring ist die häufigste Ursache für fehlschlagende Updates nach einer Neuinstallation.

II. System-Update & Dienst-Check

Zuerst bringen wir das System auf den absolut neuesten Stand und prüfen, ob alle Hintergrunddienste sauber gestartet sind.

  • Update: Öffne ein Terminal und führe sudo pacman -Syu aus.
  • Fehler-Check: Prüfe mit systemctl --failed, ob Dienste beim Start abgebrochen sind.
  • Dienst-Analyse: Mit systemd-analyze blame siehst du eine Liste aller Dienste, sortiert nach ihrer Startdauer. (Tipp: Beende das Tool mit der Taste q).

III. Performance-Check: Wie schnell bootet dein AM5-System ?

Dank deiner BIOS-Optimierungen aus dem vorherigen Kapitel "BIOS/UEFI Vorbereitung" sollte die Bootzeit für ein High-End-System beeindruckend kurz sein. Mit folgendem Befehl schlüsseln wir die Zeit auf:

  systemd-analyze
  • Firmware: Die Zeit, die das MSI-Board benötigt (BIOS-Post).
  • Loader: Die Zeit im EFISTUB/Boot-Menü.
  • Kernel: Die Zeit, bis der Linux-Kernel geladen ist.
  • Userspace: Die Zeit, bis der Xfce-Desktop bereitsteht.

IV. Xfce-Komfort: Das Whisker-Menü

Das Standard-Menü von Xfce ist funktional, aber das Whisker-Menü bietet eine moderne Suche und Favoriten.

  • Rechtsklick auf die Leiste (Panel) -> Leiste -> Neue Elemente hinzufügen.
  • Suche nach Whisker-Menü und klicke auf Hinzufügen.
  • Tipp: Du kannst das alte Menü-Icon danach per Rechtsklick entfernen und das Whisker-Menü an die erste Stelle ziehen.

Windows-Taste | Whiskermenü

Um mit der Windows-Taste das Whiskermenü unter dem Xfce-Desktop aufzurufen, gibt man im Suchfeld des Startmenüs "Tastatur" und dann ENTER ein. Im Tastaturmenü erstellt man unter dem Reiter "Tastaturkürzel für Anwendungen" einen neuen Befehl namens "xfce4-popup-whiskermenu" und verknüpft diesen mit der Windows-Taste (Super L).

V. Software-Grundausstattung

Für einen schnellen Start empfehlen wir diese bewährten Programme. Wir setzen dabei auf schlanke und performante Werkzeuge, die perfekt mit deinem Xfce-Desktop harmonieren.

Internet & Office

  • Firefox: Der Standard-Browser inklusive deutscher Sprachpakete.
  • Thunderbird: Die Schaltzentrale für E-Mails und Kalender.
  • LibreOffice: Die komplette Office-Suite (Version „fresh“ für aktuelle Funktionen).
    sudo pacman -S libreoffice-fresh libreoffice-fresh-de hunspell-de
    sudo pacman -S firefox firefox-i18n-de
    sudo pacman -S thunderbird thunderbird-i18n-de

Multimedia: mpv statt VLC
Anstelle des oft überladenen VLC nutzen wir den minimalistischen High-Performance-Player mpv. Er ist bekannt für seine überragende Bildqualität und perfekte Unterstützung von Hardware-Dekodierung.

    sudo pacman -S mpv

mpv: Die wichtigsten Tastenkürzel für Power-User
Der Player mpv verzichtet auf überladene Menüs und lässt sich stattdessen blitzschnell über die Tastatur steuern. Hier sind die wichtigsten Befehle für den Alltag:

  • w / e: Zoomt stufenweise in das Bild hinein oder heraus. Ideal, um schwarze Balken bei Ultrawide-Monitoren zu eliminieren oder Details zu vergrößern.
  • Leertaste: Pause / Wiedergabe.
  • f: Vollbildmodus an/aus.
  • 0 / 9: Lautstärke erhöhen oder verringern.
  • v: Untertitel ein- oder ausschalten.
  • j: Wechselt zwischen den verfügbaren Untertitel-Spuren.

Tipp für die Konfiguration:
Du kannst all diese Kürzel (und eigene wie deine Mausbelegung) dauerhaft in der Datei ~/.config/mpv/input.conf anpassen, falls dir die Standardwerte nicht zusagen.

VI. Fastfetch: Der Sytem-Überblick auf einen Blick

In der Arch-Community gehört es fast zum guten Ton: Ein kurzes Info-Tool im Terminal, das die wichtigsten Hardware-Daten, den Kernel-Stand und das installierte Theme schick aufbereitet anzeigt. Fastfetch ist der moderne, extrem schnelle Nachfolger des Klassikers neofetch und liest deine AM5-CPU und RDNA 3 Grafikkarte präzise aus.

a. Installation Sofern du es nicht bereits während der Grundinstallation (chroot) mitgenommen hast:

  sudo pacman -S fastfetch

b. Manueller Aufruf Tippe einfach fastfetch in dein Terminal. Du erhältst sofort eine Zusammenfassung über dein System (OS, Kernel, Paketzahl, GPU-Modell und RAM-Auslastung).

c. Profi-Tipp: Autostart im Terminal Damit du bei jedem Öffnen des Terminals sofort siehst, dass dein System gesund ist, kannst du Fastfetch automatisieren. Füge den Befehl einfach am Ende deiner Benutzer-Konfiguration hinzu:

  echo "fastfetch" >> ~/.bashrc

Ergebnis: Ab dem nächsten Start des Terminals begrüßt dich dein Arch Linux mit dem stylischen Logo und allen relevanten System-Daten deiner High-End-Hardware.

VII. Thunar - Der Dateimanager

Thunar ist das Herzstück deines Xfce-Desktops. Er zeichnet sich durch extreme Geschwindigkeit und ein klares Design aus. Doch unter der Haube stecken Funktionen, die den Desktop-Alltag erheblich erleichtern können.

a. Die wichtigsten Shortcuts & Ansichten

Um den Überblick über deine Dateien zu behalten, helfen diese schnellen Tastenkombinationen:

  • Versteckte Dateien: Mit STRG + H blendest du Systemdateien (wie .bashrc oder .config) sofort ein und aus.
  • Seitenleiste: Falls die linke Leiste verschwindet, holst du sie mit F9 zurück.
  • Pfadleiste: Mit STRG + L springst du direkt in die Adresszeile, um Pfade zu kopieren oder manuell einzugeben.
  • Zwei Fenster in einem: Drücke die Taste F3. Mit der Tab-Taste wechselst du zwischen den beiden Fenstern.

b. Nützliche Erweiterungen (Plugins) Thunar lässt sich funktional erweitern. Falls du viel mit Archiven oder Bildern arbeitest, installiere diese Pakete nach:

  sudo pacman -S thunar-archive-plugin thunar-volman thunar-media-tags-plugin tumbler ffmpegthumbnailer
  • thunar-archive-plugin: Erlaubt das Entpacken und Erstellen von Archiven direkt per Rechtsklick.
  • thunar-volman: Verbessert die automatische Erkennung und das Mounten von USB-Sticks und externen SSDs.
  • tumbler: Vorschaubilder (Thumbnails) für Fotos und Videos

VIII. Alternative für Power-User: Double Commander

Wenn dir Thunar zu simpel ist, solltest du einen Blick auf den Double Commander (DC) werfen. Dieser plattformübergreifende Open-Source-Dateimanager bietet eine mächtige Zwei-Fenster-Ansicht und ist funktional vergleichbar mit dem Total Commander oder Speed Commander unter Windows. Er ist das ideale Werkzeug für effizientes Dateimanagement und tiefere Systemeingriffe.

Vorteile und Funktionen im Überblick:

  • Zwei-Panel-Layout: Dateien lassen sich blitzschnell zwischen zwei Verzeichnissen verschieben oder kopieren.
  • Laufwerksleiste: Alle eingebundenen Partitionen und externen Datenträger sind sofort per Klick erreichbar.
  • Interner Dateibetrachter: Dateien im Hex-, Binär- oder Textformat direkt ansehen, ohne externe Programme zu öffnen.
  • Archiv-Integration: ZIP, TAR, GZ, RPM, DEB und RAR werden wie normale Unterverzeichnisse behandelt.
  • Profi-Tools: Integrierter FTP-Client, eine extrem leistungsfähige Suchfunktion sowie Werkzeuge zum Vergleichen und Synchronisieren von Verzeichnissen.
  • Anpassbarkeit: Nahezu jeder Tastaturbefehl (Shortcuts) und die gesamte Optik lassen sich frei konfigurieren.

Installation

Die moderne Qt6-Version fügt sich optisch am besten in aktuelle Desktops ein. Für die volle Unterstützung von RAR-Archiven installieren wir die entsprechende Bibliothek direkt mit:

sudo pacman -S doublecmd-qt6 libunrar

Konfiguration & Tipps

  • Versteckte Dateien: Mit der Tastenkombination STRG + . (Punkt) blendest du Systemdateien und versteckte Ordner sofort ein oder aus.
  • Einstellungsverzeichnis: Der Double Commander speichert alle Benutzereinstellungen unter ~/.config/doublecmd/.
  • Konfigurations-Backup nutzen: Falls du eine fertige Beispiel-Konfiguration (z. B. meine doublecmd.zip) importieren möchtest, stelle sicher, dass der Double Commander geschlossen ist. Entpacke die Dateien dann einfach in den oben genannten Ordner. Beim nächsten Start erstrahlt der DC in deinem gewohnten Setup.

Projektseite: https://doublecmd.sourceforge.io/

IX. SSD-Check: GSmartControl (Gesundheitszustand prüfen)

Deine NVMe-SSD ist das Herzstück deines Systems. Mit GSmartControl kannst du die Selbstdiagnose-Daten (SMART) deiner Festplatte grafisch auslesen und frühzeitig vor Hardware-Defekten gewarnt werden. Installation:

sudo pacman -S gsmartcontrol

Anwendung & Vorteile:

  • Schnellcheck: Suche im Whiskermenü nach "GSmartControl". Ein Doppelklick auf deine SSD zeigt dir sofort den Status (z.B. "Healthy").
  • Verschleiß-Analyse: Unter dem Reiter Attributes siehst du bei NVMe-SSDs genau, wie viel Prozent der Lebensdauer bereits verbraucht sind (Percentage Used) und wie viele Terabyte bereits geschrieben wurden.
  • Fehler-Log: Du kannst sehen, ob die SSD jemals wegen Überhitzung gedrosselt wurde – besonders wichtig bei den schnellen PCIe 4.0/5.0 SSDs auf AM5-Boards.

Tipp: Falls GSmartControl "No SMART-capable devices found" anzeigt, starte es über das Terminal mit sudo gsmartcontrol, um die nötigen Rechte für den Hardware-Zugriff zu erzwingen.

X. Fehler-Analyse: Der Blick unter die Haube

Manchmal läuft das System optisch rund, aber im Hintergrund "hustet" ein Treiber oder ein Dienst. Mit dem Journal von Arch Linux kannst du gezielt nach echten Fehlern suchen. Der Diagnose-Befehl:

journalctl -p 3 -b -1

Was bedeutet das?

  • -p 3: Zeigt nur kritische Fehler (Priority 3 = Error). Warnungen werden ignoriert, damit die Liste übersichtlich bleibt.
  • -b -1: Analysiert den letzten Systemstart (Boot -1). Das ist ideal, wenn du gerade einen Absturz hattest oder wissen willst, ob beim letzten Mal alles glatt lief.

Ergebnis: Wenn die Ausgabe leer ist: Herzlichen Glückwunsch! Dein System ist kerngesund. Tauchen Zeilen in Rot auf (z.B. amdgpu oder btrfs Fehler), kannst du diese Fehlermeldung direkt kopieren und im ArchWiki nach einer Lösung suchen.


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Deutsches Layout & Autologin-Fix

Bei einer händischen Arch-Installation kann es vorkommen, dass das System nach dem Booten auf das englische Tastaturlayout zurückfällt. Wenn du zudem Autologin nutzt, greifen manche systemweite Einstellungen nicht rechtzeitig. Hier sind die drei effizientesten Wege, um das deutsche Layout zu erzwingen.

Hinweis für Autologin-Nutzer: Da der Desktop beim automatischen Login extrem schnell geladen wird, greift die systemweite Variante 1 manchmal nicht rechtzeitig. Solltest du trotz localectl ein englisches Layout vorfinden, nutze unbedingt Variante 3 (Autostart-Fix), um die Tastatur stabil auf Deutsch umzustellen."

Der Basis-Check: Die Konsole (TTY)
Bevor wir das Layout für den Desktop festlegen, stellen wir sicher, dass Arch Linux dich bereits beim Systemstart (noch vor der Grafik) versteht. Prüfe kurz, ob die Datei /etc/vconsole.conf korrekt konfiguriert ist:

cat /etc/vconsole.conf

Dort sollte zwingend stehen: KEYMAP=de-latin1

Warum nicht nur "de"?

Einfache de-Layouts führen in der Konsole oft dazu, dass wichtige Sonderzeichen wie der Schrägstrich /, der Backslash \ oder das Pipe-Symbol | nicht an der gewohnten Stelle liegen. Mit de-latin1 stellst du sicher, dass du im Notfall (z. B. bei einer Systemreparatur ohne Grafik) alle Befehle fehlerfrei tippen kannst.

Falls die Datei falsch ist, korrigiere sie mit:

sudo sh -c "echo 'KEYMAP=de-latin1' > /etc/vconsole.conf"

Variante 1: Die systemweite Lösung (Der Profi-Weg)

Dies ist die stabilste Methode für Arch Linux, da sie das Layout bereits auf Systemebene (X11) festschreibt, noch bevor Xfce geladen wird. Dies ist die „sauberste“ Lösung, um Probleme beim Autologin von vornherein zu vermeiden.

a. Öffne ein Terminal.

b. Gib folgenden Befehl ein, um das Layout dauerhaft zu setzen:

  sudo localectl set-x11-keymap de

c. Die Überprüfung: Um sicherzugehen, dass das System die Einstellung übernommen hat, kannst du den Status abfragen:

  localectl status

Die Ausgabe sollte so aussehen:

  System Locale: LANG=de_DE.UTF-8
  VC Keymap: de (Layout für die Konsole)
  X11 Layout: de (Layout für Xfce/Grafik)

Die Ausgabe im Terminal enthält oft zusätzliche Zeilen wie X11 Model: pc105, was völlig normal ist.

Vorteil: Diese Einstellung ist permanent, gilt für alle Benutzer und funktioniert sogar schon im Login-Manager (LightDM) oder auf der Kommandozeile (TTY), ohne dass zusätzliche Autostart-Skripte geladen werden müssen.

Variante 2: Der offizielle Xfce-Weg (Beste Usability)

  • Öffne das Xfce-Menü → Einstellungen → Tastatur.
  • Wechsle zum Reiter Tastaturbelegung.
  • Deaktiviere den Haken bei „Standardwerte des Systems verwenden“.
  • Klicke unten auf Hinzufügen, suche in der Liste nach „Deutsch“ und bestätige mit OK.
  • Wähle „Englisch (US)“ aus und klicke auf Löschen.

Variante 3: Der Autostart-Befehl (Sicherster Fix bei Autologin)

Falls Xfce die Einstellung beim automatischen Login ignoriert, erzwingen wir das Layout mit einer minimalen Verzögerung direkt beim Start:

  • Gehe zu Einstellungen → Sitzung und Startverhalten.
  • Reiter Automatisch gestartete Anwendungen → Button Hinzufügen.
  • Fülle die Felder wie folgt aus:

    Name: Tastatur Deutsch Fix Beschreibung: Erzwingt deutsches Layout beim Login Befehl: sh -c "sleep 1 && setxkbmap de" Auslöser: bei der Anmeldung


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Die AUR-Zentrale: yay & Pamac

Pamac ist die intuitivste grafische Paketverwaltung für Arch Linux. Sie vereinfacht das Suchen, Installieren und Aktualisieren von Anwendungen erheblich, wobei der größte Vorteil für Arch-Nutzer das AUR (Arch User Repository) ist. Damit können auch Community-Pakete per Mausklick verwaltet werden.

Um das AUR jedoch komfortabel nutzen zu können, installieren wir zuerst den Terminal-Helper yay und nutzen diesen dann, um die grafische Oberfläche Pamac einzurichten.

I. Voraussetzungen schaffen

Wir stellen sicher, dass alle notwendigen Werkzeuge zum Bauen von AUR-Paketen installiert sind:

  sudo pacman -S --needed git base-devel appstream-glib

Der Parameter --needed sorgt dafür, dass bereits installierte Pakete übersprungen werden.

II. Der Türöffner: yay

Da yay selbst im AUR liegt, bauen wir es einmalig händisch. Es löst später alle Abhängigkeiten für andere Pakete (wie Pamac) vollautomatisch auf:

git clone https://aur.archlinux.org/yay
cd yay
makepkg -si
cd ..
rm -rf yay

III. Die grafische Oberfläche: Pamac | Installation & Einrichten

Installation

Mit yay im Gepäck ist die Installation von Pamac nun ein Einzeiler. Wir wählen die Version pamac-all, da sie AUR, Flatpak und Snap in einem Paket vereint:

yay -S pamac-all

Bestätige die Abfragen einfach mit der Enter-Taste.

Einrichtung & AUR-Aktivierung

  1. Öffne Software hinzufügen/entfernen (Pamac) über das Startmenü.
  2. Gehe zu Einstellungen (Drei-Striche-Menü) → Reiter Drittanbieter.
  3. Aktiviere die AUR-Unterstützung (und optional Flatpak).
  4. Unter dem Reiter Allgemein kannst du zudem die Suche nach Updates automatisieren.

Check:
Mit folgendem Befehl kannst du prüfen, ob alle Komponenten korrekt installiert sind:

pacman -Qs pamac
pacman -Qs yay

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Xfce Screenshot: Die Druck-Taste optimieren

Anstatt einer automatischen Speicherung oder eines nervigen Auswahlmenüs möchten wir mit der Druck-Taste sofort einen Bereich wählen und danach direkt den Dateinamen vergeben und auch das gewünschte Verzeichnis selbst wählen bzw. erstellen.

So stellst du das Screenshot-Verhalten ein:

  • Öffne das Xfce-Menü -> Einstellungen -> Tastatur.

  • Wechsle zum Reiter Anwendungs-Tastenkürzel.

  • Suche den vorhandenen Eintrag für die Taste Print / Druck und lösche ihn.

  • Auf Hinzufügen klicken und exakt diesen Befehl eingeben:

    xfce4-screenshooter -r -s Schreibtisch

  • Bestätige und drücke bei der Abfrage die DRUCK-Taste, um sie zuzuweisen.

  • Hinweis: Falls dein System auf Englisch steht, nutze Desktop. Du kannst auch das Verzeichnis Bilder verwenden sofern vorhanden oder natürlich auch ein beliebiges Verzeichnis Deiner Wahl wählen.

  • Hinweis.2 Auf die oben beschriebene Weise kannst Du den Screenshot auch in die Zwischenablage kopieren, um es z.B. direkt in Discord oder in eine E-Mail eizufügen und diesen dann mit einem zweiten Shortcut belegen (z.B. mit STRG + Druck). Der Befehle lautet dann:

    xfce4-screenshooter -r -c
  • Wichtig: Der Befehl funktioniert erst, wenn der Ordner tatsächlich existiert. Führe nach dem ersten Login einmalig diesen Befehl im Terminal aus:

    sudo pacman -S xdg-user-dirs
    xdg-user-dirs-update

    Warum dieser Befehl?

  • -r (Region): Du ziehst sofort mit der Maus den Rahmen um den gewünschten Bereich.

  • -s ~/Schreibtisch (Save): Das Programm überspringt den "Was soll ich tun?"-Dialog und öffnet sofort das Fenster zur Namenseingabe direkt auf deinem Desktop.

Ergebnis: Du drückst DRUCK, wählst den Bereich, tippst deinen individuellen Namen (z. B. Partition-Layout.png) und drückst Enter. Das Bild liegt sofort griffbereit auf deinem Desktop. An dieser Stelle kannst du im Speichern-Dialog natürlich jederzeit auch andere Verzeichnisse wählen oder neue Ordner erstellen.


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Gaming auf Arch leicht gemacht | Steam

Einleitung: Gaming auf Arch Linux – Einfach & Pur

Willkommen zu deinem neuen Gaming-Setup! Diese Anleitung zeigt dir, wie du Arch Linux in eine leistungsstarke Spiele-Umgebung verwandelst, die sowohl moderne Titel als auch Klassiker ab dem Jahr 2002 flüssig abspielt. Anstatt auf komplexe Drittanbieter-Tools wie Bottles oder Lutris zu setzen, nutzen wir hier einen minimalistischen Weg: Wir verwenden Steam als solides Fundament, da es bereits viele wichtige Treiber und die Proton-Umgebung mitbringt.

Schritt 1: Multilib aktivieren

Damit 32-Bit-Spiele (Klassiker ab 2002) laufen, muss Arch Linux Zugriff auf 32-Bit-Bibliotheken haben.

  1. Öffne das Terminal: sudo nano /etc/pacman.conf
  2. Suche die Zeile [multilib] und entferne das # davor sowie vor der Zeile Include = /etc/pacman.d/mirrorlist.
  3. Speichere mit Strg+O, Enter und schließe mit Strg+X.
  4. System aktualisieren: sudo pacman -Syu

Schritt 2: Das Spiele-Paket (AMD-optimiert) | Steam

a. Grafik-Treiber (Beispiel für AMD, bei NVIDIA 'nvidia' & 'lib32-nvidia-utils')

sudo pacman -S vulkan-radeon lib32-vulkan-radeon

b. Steam-Fudament (Treiber, Netzwerk & Schriften)

sudo pacman -S steam lib32-libnm ttf-liberation lib32-libpulse lib32-gnutls lib32-alsa-plugins lib32-v4l-utils

Diese Bibliotheken stellen sicher, dass Steam stabil startet, Sound korrekt ausgegeben wird und auch ältere Windows-Spiele ihre Videos abspielen können.

c. Wine-Basis

sudo pacman -S wine winetricks wine-mono wine-gecko

Steam bringt die Proton-Umgebung mit, die für Linux optimiert wurde. Durch die Installation von Steam werden viele Grafik- und Sound-Schnittstellen automatisch so konfiguriert, dass sie auch für deine manuell installierten Wine-Spiele perfekt funktionieren. Es dient quasi als "Fundament" für dein Gaming-System.

  • Gehe in Steam auf Einstellungen -> Kompatibilität.
  • Aktiviere "Steam Play für alle anderen Titel aktivieren".
  • Wähle dort die aktuellste Proton-Version aus. So laufen auch Windows-Spiele aus deiner Steam-Bibliothek ohne weiteres Zutun.

Ältere Spiele legen in Steam ihre Spielestände oft in folgende Verzeichnisse ab:

~/.local/share/Steam/steamapps/common/SPIEL/

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Portable Spiele unter Arch | XFCE perfekt starten

Viele Spiele-Klassiker lassen sich heute problemlos als „portable“ Version (ohne Installation) unter Linux mit Wine nutzen. Doch oft gibt es Probleme mit der Bildauflösung, verzerrten Grafiken oder umständlichen Starts über das Terminal.

In dieser Anleitung zeige ich dir, wie du die volle Kontrolle über deine Spielesammlung behältst – ganz ohne komplizierte Zusatzsoftware oder unübersichtliche Automatisierungs-Skripte. Wir nutzen die schlanken Bordmittel von XFCE, Gamescope und Wine, um für jedes Spiel einen sauberen Starter mit eigenem Icon zu erstellen.

1. Gamescope installieren

Zuerst stellen wir sicher, dass Gamescope und die nötigen Grafik-Treiber auf deinem System sind. Öffne ein Terminal und gib ein:

sudo pacman -S --needed gamescope lib32-mesa vulkan-radeon

Hinweis: vulkan-radeon ist für deine AMD-Karte. Hast du eine Nvidia-Karte: ersetze vulkan-radeon und lib32-vulkan-radeon durch nvidia-utils und lib32-nvidia-utils.

2. Das Hilfs-Skript erstellen (Die "Start-Datei")

Anstatt den komplizierten Befehl direkt in den Starter zu schreiben, erstellen wir eine kleine Datei, die das Spiel für dich "vorbereitet". Das ganze an einem Beispiel Bejeweled 3:

/home/cat/Games/Bejeweled.3/

  • Gehe in dein Spieleverzeichnis (z. B. /home/cat/Games/Bejeweled.3/).
  • Rechtsklick im Ordner -> Leere Datei erstellen. Nenne sie start.sh.
  • Rechtsklick auf start.sh -> Mit Textbearbeitung öffnen.
  • Kopiere diesen Inhalt hinein und passe ihn entsprechend an:
    #!/bin/bash
    cd "$(dirname "$0")"
    gamescope -w 1920 -h 1200 -f -- wine "Bejeweled3.exe"
  • Speichern und schließen.
  • Erläuterung zu cd "$(dirname "$0")": Man erspart sich künftig Pfadanpassungen, solange die start.sh im selben Verzeichnis wie das Spiel selbst liegt.
3. Das Skript "scharf schalten" (Ausführbar machen)

Damit Linux weiß, dass dies ein Programm ist:

  • Rechtsklick auf start.sh -> Eigenschaften.
  • Reiter Berechtigungen.
  • Haken setzen bei: Datei als Programm ausführen lassen.
4. Den Desktop-Starter anlegen

Jetzt verbinden wir das Ganze mit einem schicken Icon auf dem Desktop.

  • Rechtsklick auf eine freie Stelle auf dem Desktop -> Starter erstellen...
  • Name: Bejeweled 3
  • Befehl: Klicke auf das Ordner-Symbol rechts daneben und wähle deine start.sh im Spieleordner aus. In der Befehlzeile sollte dann stehen: /home/cat/Games/Bejeweled.3/start.sh
  • Arbeitsverzeichnis: Wähle hier den Ordner aus, in dem das Spiel liegt (hier: /home/cat/Games/Bejeweled.3/).
  • Bei Symbol suchst Du Dir das passende Icon aus dem Spieleverzeichnis (ggf. online suchen).
  • Kein Häkchen setzen bei "Im Terminal ausführen".
  • Klicke auf Erstellen.
5. Der finale "Doppelklick-Fix"

XFCE fragt beim ersten Mal oft nach, ob du dem Starter vertraust:

  • Mache einen Doppelklick auf das neue Icon.
  • Es erscheint ein Fenster "Nicht markierter Starter". Klicke auf „Als vertrauenswürdig markieren“ (oder „Starten erlauben“).
6. Auf weitere Spiele anwenden

Wenn du ein neues Spiel hast (z. B. "Zuma"):

  • Kopiere einfach die start.sh in den neuen Spieleordner.
  • Ändere im Texteditor nur den Namen der .exe (z. B. Zuma.exe).
  • Erstelle einen neuen Desktop-Starter, der auf diese neue start.sh zeigt.
7. Den Desktop-Starter ins Startmenü (Whisker-Menü) verschieben

Das Whisker-Menü liest seine Einträge aus dem Verzeichnis ~/.local/share/applications/. Um deinen Starter dorthin zu verschieben, sind folgende Schritte nötig:

a. Die Datei verschieben

Verschiebe mit dem Dateimanager (unter Xfce meist Thunar) den Desktop-Starter ind das Verzeichnis ~/.local/share/applications/

Alternativ geht das auch im Terminal mit folgendem Befehl:

mv ~/Schreibtisch/Bejeweled3.desktop ~/.local/share/applications/

*(Falls dein Ordner Desktop heißt: mv ~/Desktop/Bejeweled3.desktop ~/.local/share/applications/)

b. Der vollständige Inhalt für das Whisker-Menü:

Öffne die Datei ~/.local/share/applications/Bejeweled3.desktop mit deinem Texteditor. Der Inhalt sollte so aussehen (jede Information in einer eigenen Zeile, ohne Leerzeichen am Zeilenanfang):

[Desktop Entry]
Version=1.0
Type=Application
Name=Bejeweled 3
Comment=Startet Bejeweled 3 via Gamescope & Wine
Exec=/home/cat/Games/Bejeweled.3/start.sh
Path=/home/cat/Games/Bejeweled.3/
Icon=/home/cat/Games/Bejeweled.3/icon.png
Terminal=false
Categories=Game;
StartupNotify=false

wichtiger Hinweis zur Pfadanpassung: "cat" steht für den Benutzernamen, ihr müßt diesen mit Eurem eigenen Benutzernamen ersetzen !

Kurze Erklärung der Ergänzung:

  • Categories=Game; Das ist der "Stempel", der XFCE sagt: „Dieses Programm gehört in die Kategorie Spiele.“ (Wichtig: Das Semikolon ; am Ende darf nicht fehlen!)
  • Icon: Hier kannst du jetzt auch den absoluten Pfad zu deinem heruntergeladenen Bild eintragen, damit das Whisker-Menü das Icon sofort findet.

c. Abschluß

  • Die Datei Bejeweled3.desktop abspeichern.
  • Öffne das Whisker-Menü
  • Unter der Kategorie "Spiele" sollte Bejeweled 3 mit dem gewählten Icon zu sehen sein.

Tipps:

  • Wenn du mehrere portable Spiele hast, kannst du auch Categories=Game;ActionGame; oder Categories=Game;PuzzleGame; nutzen, um sie noch feiner zu sortieren, falls dein Menü sehr voll wird.
  • Unter Name= kann man den Start entsprechend umbenennen (z.B. in Bejeweled 3 HD Gamescope).
  • Unter Comment= ist eine Kurzbeschreibung möglich.

"Profi-Tipp" Sollte ein Spiel zu schnell laufen (z.B. 500 FPS), kannst du im Skript hinter -f noch -r 60 einfügen, um die Bildrate auf 60 FPS zu begrenzen und deine Grafikkarte zu schonen."


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Dosbox Game Launcher (DBGL) und Umgebung

DOSBox Game Launcher

Mit DOSBox und dem grafischen Frontend DBGL (DOSBox Game Launcher) verwaltest du deine alten Klassiker komfortabel unter Linux. Da DBGL auf Java basiert, benötigen wir zusätzlich eine passende Laufzeitumgebung (JRE).

1. Installation: Öffne dein Terminal und installiere alle benötigten Pakete in einem Rutsch über den AUR-Helfer yay:

yay -S dbgl jre-openjdk dosbox
  • dbgl: Das grafische Interface (Frontend), um deine Spiele komfortabel zu verwalten.
  • jre-openjdk: Die Java-Umgebung, die zwingend benötigt wird, damit DBGL überhaupt startet.
  • dosbox: Der eigentliche Emulator. DBGL ist ohne DOSBox wie eine Fernbedienung ohne Fernseher.
  • jre8-openjdk ist oft die "kompatibelste" Wahl für DBGL. Wenn jre-openjdk nicht funktioniert, ist jre8-openjdk zu installieren.

2. Erstmalige Konfiguration (Wichtig!)

Damit DOSBox seine Konfigurationsdatei erstellt, musst du es einmal kurz starten und wieder schließen:

  • Gib dosbox im Terminal ein.
  • Tippe exit, um es zu beenden.

Öffne die Datei ~/.dosbox/dosbox-0.74-3.conf mit einem Texteditor und passe diese Werte an:

Unter [sdl]:

fullscreen=true

Unter [dos]:

keyboardlayout=ge

Unter [autoexec] (ganz unten in der Datei):

mount c C
c:
dir

3. Backup erstellen (Sichern)

Wenn du dein Setup (Spiele, Spielstände, Profile) sichern möchtest, nutzt du am einfachsten den Dateimanager Thunar:

  • Öffne Thunar und drücke Strg + H, um versteckte Ordner anzuzeigen.
  • Navigiere zu .local/share/.
  • Kopiere den kompletten Ordner dbgl auf dein externes Backup-Medium.
  • Sichere auch den Ordner .dosbox aus deinem Home-Verzeichnis, um die eben gemachten Einstellungen (dosbox.conf) zu behalten.

4. Backup zurückspielen (Wiederherstellen)

Nach einer Neuinstallation oder auf einem neuen PC gehst du so vor:

  • Installiere die Software wie in Schritt 1 beschrieben.
  • Starte DOSBox einmal kurz (wie in Schritt 2), damit die Ordnerstruktur angelegt wird.
  • Schließe alle Programme.
  • Öffne Thunar (Strg + H nicht vergessen).
  • Kopiere deinen gesicherten dbgl-Ordner vom Backup-Medium zurück nach .local/share/. Falls dort bereits ein (leerer) dbgl-Ordner existiert, überschreibe ihn einfach.
  • Kopiere deine gesicherte dosbox.conf zurück nach ~/.dosbox/.

Hinweis: Sollte der Ordner dbgl nicht direkt unter ~/.local/share/ zu finden sein, schaue bitte direkt in deinem Home-Verzeichnis nach dem versteckten Ordner .dbgl (Strg + H).


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Visuelles Highlight: Das legendäre Marine Aquarium unter Arch

Serene Screen Marine Aquarium
  • neues hochauflösendes 3D-Aquarium
  • Kein 8-Fische-Limit mehr. Der größere Tank kann bis zu 30 Fische gleichzeitig aufnehmen!
  • Unterstützung mehrerer Monitore. Verteilen Sie Ihr Aquarium auf zwei oder sogar drei Bildschirme!
  • Musik-Playlist aus eigenen MP3- oder anderen Musikdateien
  • Uhr/Kalender.
  • Unterstützung für benutzerdefinierte Logos.

Der Bildschirmschoner Serene Screen Marine Aquarium wurde von Jim Sachs entwickelt und gehört zu den realistischsten Bildschirmschonern. Das für Windows PC entwickelte Programm zaubert eine atemberaubende virtuelle Unterwasserwelt voller Korallen, exotischer Fische und Luftblasen.

Schritt 1: Das System vorbereiten

Zuerst installieren wir die notwendigen Werkzeuge. Öffne ein Terminal und gib nacheinander diese Befehle ein:

1. 32-Bit Unterstützung aktivieren (falls noch nicht geschehen):

  • Öffne die Konfigurationsdatei: sudo nano /etc/pacman.conf
  • Suche den Abschnitt [multilib] und entferne die # vor den beiden Zeilen.
  • Speichere mit Strg+O, Enter und schließe mit Strg+X.

2. System updaten und Wine installieren:

sudo pacman -S wine winetricks lib32-mpg123 lib32-openal lib32-gnutls lib32-libxcomposite

Schritt 2: Die Aquarium-Umgebung (Wine-Prefix) einrichten

Wir erstellen einen eigenen "Container" für das Aquarium, damit es stabil läuft:

1. 32-Bit Prefix anlegen:

WINEARCH=win32 WINEPREFIX=~/.marine_aquarium winecfg

Schließe das Fenster, das sich öffnet, einfach wieder.

2. Benötigte DLLs (Sound & Grafik) installieren:

WINEPREFIX=~/.marine_aquarium winetricks directmusic d3dx9 dsnd

Geduld: Winetricks lädt nun einige Pakete herunter und installiert sie.

Zwischenschritt: Erster Start & Freischaltung (Key-Eingabe)

Bevor wir das Automatisierungs-Skript nutzen, müssen wir das Aquarium einmal "normal" starten, um den Lizenzschlüssel einzugeben. Im späteren Vollbild-Modus ist eine Eingabe oft nicht mehr möglich.

1. Start im Fenstermodus:

Gib folgenden Befehl im Terminal ein:

WINEPREFIX=~/.marine_aquarium wine "/home/cat/Games/MarineAquarium3.scr"

2. Key eingeben:

Klicke im Aquarium auf die Leertaste oder das Einstellungs-Symbol. Gib deinen Freischaltcode ein und bestätige mit OK.

3. Beenden:

Schließe das Fenster. Jetzt sind die Lizenzdaten in deinem Wine-Container (~/.marine_aquarium) gespeichert und das Aquarium ist bereit für den Vollbild-Modus.

Schritt 3: Das Toggle-Skript (An/Aus mit einer Taste)

Damit du das Aquarium mit einer Taste starten und wieder beenden kannst:

1. Datei erstellen:

nano ~/toggle_aquarium.sh

2. Inhalt kopieren & Pfade anpassen:

Kopiere diesen Text hinein:

#!/bin/bash
if pgrep -fi "MarineAquarium3" > /dev/null

then
    pkill -f "MarineAquarium3"
else
    env WINEPREFIX="$HOME/.marine_aquarium" wine "/home/cat/Games/MarineAquarium3.scr" /s &
fi

3. Ausführbar machen:

chmod +x ~/toggle_aquarium.sh

Schritt 4: Tastenkürzel in Xfce einrichten

  1. Gehe zu Einstellungen > Tastatur > Anwendungs-Tastenkürzel.
  2. Klicke auf Hinzufügen.
  3. Befehl: ~/toggle_aquarium.sh
  4. Drücke deine gewünschte Taste (z.B. Super+A).

Schritt 5: Den Starter im Xfce-Panel (Leiste) anlegen

  1. Rechtsklick auf deinen Desktop -> Starter erstellen.
  2. Name: Marine Aquarium
  3. Befehl: /home/DEINUSER/toggle_aquarium.sh
  4. Symbol: Klicke auf das Icon-Feld und such dir einen Fisch oder ein blaues Icon aus.
  5. Klicke auf Erstellen.
  6. Ziehe diesen neuen Starter vom Desktop einfach mit der Maus direkt auf deine Xfce-Leiste am Bildschirmrand.

Fertig! Du kannst das Aquarium jetzt entweder über das Icon in der Leiste oder per Tastenkombination starten und stoppen.

Um die beste Grafikqualität und flüssige 60 FPS (Bilder pro Sekunde) aus dem Aquarium unter Arch Linux herauszuholen, gibt es zwei Wege: direkt im Programm und über die Wine-Konfiguration.

1. Einstellungen im Aquarium (In-App)

Starte das Aquarium. Drücke die Leertaste oder die S-Taste, um das Einstellungsmenü zu öffnen:

  • Display Settings: Wähle hier deine native Monitorauflösung (z. B. 1920x1080).
  • Frame Rate: Stelle den Regler auf 60 FPS. Höhere Werte verbrauchen unnötig CPU-Last, niedrigere wirken ruckelig.
  • Wireframe / Vertices: Deaktiviere "Wireframe", um die echten Fisch-Texturen zu sehen.
  • Music/Sound: Hier kannst du das Blubbern der Luftblasen und die Hintergrundmusik getrennt regeln.

2. Wine-Grafik-Optimierung (Wichtig für Arch)

Manchmal "flackert" das Aquarium unter Linux oder fängt den Mauszeiger ein. Das verhinderst du so:

  1. Öffne das Terminal und gib ein:

    WINEPREFIX=~/.marine_aquarium winecfg

  2. Gehe zum Reiter Grafik.

  3. Setze einen Haken bei "Erlaube dem Fenstermanager, die Fenster zu dekorieren".

  4. Setze einen Haken bei "Erlaube dem Fenstermanager, die Fenster zu kontrollieren".

  5. Optional: Wenn das Vollbild Probleme macht (z. B. andere Monitore schwarz werden), aktiviere "Einen virtuellen Bildschirm emulieren" und gib deine Monitorauflösung ein. So läuft das Aquarium in einem "sauberen" Vollbildfenster.

3. Performance-Schub (DXVK)

Falls die Fische ruckeln, kannst du DXVK nachinstallieren. Das leitet die Grafikberechnung von DirectX 9 auf die moderne Vulkan-Schnittstelle deiner Grafikkarte um:

# DXVK installieren (über das Terminal)
WINEPREFIX=~/.marine_aquarium winetricks dxvk

4. Den "Fisch-Zähler" erhöhen

In den Einstellungen kannst du unter Fish Settings auswählen, wie viele Fische gleichzeitig zu sehen sind. Bei moderner Hardware unter Arch kannst du den Regler problemlos auf das Maximum schieben, ohne dass die Performance einbricht.

Tipp: Wenn du mehrere Monitore hast, kannst du im Aquarium-Menü unter "Display" oft wählen, ob das Bild gestreckt werden soll oder nur auf einem Schirm erscheint.

5. Eigenes Logo | Kristall-Anzeige

Das Marine Aquarium 3.3 hat ein cooles Feature: Du kannst das Logo auf dem Kristall (in der Mitte des Aquariums) durch ein eigenes Bild ersetzen. Unter Arch Linux/Wine musst du dafür nur wissen, wo der richtige Ordner im Wine-Prefix liegt.

1. Das Bild vorbereiten

Damit es gut aussieht, sollte dein Bild folgende Eigenschaften haben:

  • Format: .jpg, .png oder .bmp.
  • Form: Quadratisch (z. B. 256x256 oder 512x512 Pixel) sieht am besten aus.
  • Transparenz: PNGs mit transparentem Hintergrund funktionieren meistens und lassen das Logo "schweben".

**2. Den Logo-Ordner finden

Wine versteckt die Windows-Ordnerstruktur in deinem Home-Verzeichnis. Navigiere in deinem Dateimanager (Thunar) zu:

~/.marine_aquarium/drive_c/users/wineuser/AppData/Roaming/SereneScreen/Marine Aquarium 3/

Hinweis: Falls Ordner wie AppData nicht zu sehen sind, drücke Strg+H, um versteckte Dateien anzuzeigen.

3. Das Logo einfügen

  • Erstelle in diesem Ordner einen neuen Unterordner namens Logos (falls er noch nicht existiert).
  • Kopiere dein Wunschbild in diesen Logos-Ordner.

4. Im Aquarium aktivieren

  • Starte das Aquarium.
  • Drücke die Leertaste, um das Menü zu öffnen.
  • Gehe auf den Reiter Crystal Settings (oder Display Options -> Crystal).
  • Dort siehst du eine Liste der verfügbaren Logos. Dein kopiertes Bild sollte nun in der Liste erscheinen.
  • Wähle es aus und klicke auf OK oder Apply.

5. Bonus: Eigene Musik einbinden

Genau wie beim Logo kannst du im Ordner .../SereneScreen/Marine Aquarium 3/ einen Ordner namens Music erstellen. Wenn du dort .mp3-Dateien reinlegst, kannst du sie im Menü unter Playlist auswählen und deine eigenen Tracks beim Fische-Beobachten hören. Lege deine MP3s am besten direkt in den Ordner, ohne weitere Unterordner zu erstellen.

6. Marine Aquarium als echter Bildschirmschoner

In Xfce wird der Bildschirmschoner normalerweise über xfce4-screensaver oder das ältere xscreensaver gesteuert. Da das Aquarium eine Windows-Anwendung ist, binden wir es als „benutzerdefinierten“ Schoner ein.

Hier ist die Anleitung für den Standard-Weg unter Xfce:

1. Vorraussetzung: xfce4-screensaver

Stelle sicher, dass das Paket installiert ist:

sudo pacman -S xfce4-screensaver

2. Eine Desktop-Datei für den Schoner erstellen

Damit Xfce das Aquarium als Bildschirmschoner erkennt, muss eine spezielle Starter-Datei im System-Verzeichnis liegen.

a. Erstelle die Datei mit Root-Rechten:

sudo nano /usr/share/applications/marine-aquarium-saver.desktop

Falls der Eintrag nicht erscheint, kopiere die Datei zusätzlich nach ~/.local/share/applications/

b. Kopiere diesen Inhalt hinein (Pfade anpassen!):

[Desktop Entry]
Name=Marine Aquarium 3.3
Comment=SereneScreen Marine Aquarium
Exec=env WINEPREFIX="/home/DEINUSER/.marine_aquarium" wine "/pfad/zu/MarineAquarium3.scr" /s
Icon=multimedia-video-player
Terminal=false
Type=Application
Categories=Screensaver;
OnlyShowIn=XFCE;

Hinweis: Es wird explizit darauf hingewiesen, hier den absoluten Pfad (z. B. /home/max/ statt ~/) einzutragen. Das ist die häufigste Fehlerquelle, warum der Schoner schwarz bleibt.

3. In den Einstellungen aktivieren

  • Öffne das Xfce-Menü -> Einstellungen -> Bildschirmschoner.
  • Im Reiter Bildschirmschoner solltest du nun in der Liste auf der linken Seite "Marine Aquarium 3.3" finden.
  • Wähle es aus.
  • Rechts kannst du die Zeit (Minuten) einstellen, nach der die Fische automatisch erscheinen sollen.

Falls das Aquarium nicht in der Liste erscheint:

Manchmal ignoriert Xfce neue Einträge im Systemverzeichnis. Starte den Screensaver-Dienst einmal neu oder melde dich kurz ab und wieder an:

killall xfce4-screensaver && xfce4-screensaver &

7. Multi-Monitor Setup

Das Marine Aquarium 3.3 unterstützt von Haus aus Multi-Monitor-Setups, aber unter Wine (Linux) müssen wir dem Programm ein wenig auf die Sprünge helfen, damit es alle Bildschirme erkennt und korrekt füllt.

Wenn deine Monitore als ein großer Desktop erkannt werden (Standard bei Xfce):

  1. Starte das Aquarium.
  2. Drücke Leertaste -> Display Settings.
  3. Suche nach der Option "Span Multiple Monitors". Wenn du diese aktivierst, streckt sich das Aquarium über alle erkannten Bildschirme.
  4. Wichtig: Damit das unter Wine klappt, musst du oft in der winecfg (Reiter Grafik) die Option "Einen virtuellen Bildschirm emulieren" deaktivieren, damit Wine den gesamten Desktop-Bereich sieht.

Anpassung der Fisch-Dichte

Wenn das Aquarium über zwei oder drei Monitore gestreckt ist, wirken die Fische oft "verloren".

  1. Gehe ins Menü -> Fish Settings.
  2. Erhöhe die Anzahl der Fische auf das Maximum (30 Fische).
  3. Wähle unter Fish Selection verschiedene Arten aus, damit das Bild auf der gesamten Breite abwechslungsreich bleibt.

Probleme mit der Auflösung?

Falls das Bild verzerrt aussieht:

  • Stelle in den Display Settings des Aquariums sicher, dass die Gesamtauflösung beider Monitore (z. B. 3840x1080 bei zwei Full-HD-Schirmen) ausgewählt ist.
  • Sollte das nicht gehen, erzwinge es im Starter/Skript durch:

    wine explorer /desktop=Aquarium,3840x1080 "/pfad/zu/MarineAquarium3.scr" /s

8. Seriennummer | Aktivierung

Damit du deinen Key nicht bei jedem Start neu eingeben musst, speichern wir ihn direkt in der Wine-Registry. Da Wine ein eigenes „Windows-Systemverzeichnis“ simuliert, nutzt das einfache Kopieren der Seriennummer unter Linux manchmal nichts, wenn die Registry-Einträge fehlen.

1. Den Key über die Registry eintragen

a. Öffne das Terminal und starte den Wine-Registry-Editor für dein Aquarium-Verzeichnis:

WINEPREFIX=~/.marine_aquarium regedit

b. Navigiere im Baum auf der linken Seite zu folgendem Pfad:

HKEY_CURRENT_USER \ Software \ SereneScreen \ Marine Aquarium \ 3

(Falls der Ordner „3“ nicht existiert, mache einen Rechtsklick auf „Marine Aquarium“, wähle Neu > Schlüssel und nenne ihn 3).

c. Klicke mit der rechten Maustaste in das rechte Fensterfeld und wähle Neu > Zeichenfolge (String Value).

d. Nenne den Eintrag: Key

e. Doppelklick auf Key und gib unter Wert deine Seriennummer ein.

2. Alternativer Weg (Über das Programm)

Falls du den Key lieber direkt im Aquarium eingeben willst, stelle sicher, dass Wine Schreibrechte hat:

a. Starte das Aquarium ganz normal.
b. Drücke die Leertaste, gehe zu Register oder Enter Key.
c. Gib den Key ein.
d. Wichtig: Beende das Aquarium danach sofort über die ESC-Taste. Erst beim regulären Beenden schreibt Wine die Daten aus dem Speicher fest in die Registry-Datei auf deiner Festplatte.

3. Backup der Aktivierung

Wenn du dein System neu aufsetzt, musst du nicht alles neu machen. Sichere einfach den gesamten Ordner ~/.marine_aquarium. Darin ist alles enthalten: die installierten DLLs, dein Key und deine Fisch-Einstellungen.

Hinweise:

  • Sollte das Aquarium trotz Key nach einer Weile wieder nach der Seriennummer fragen, liegt das oft an einer fehlenden Schreibberechtigung für die Datei user.reg in deinem Prefix-Ordner. Das verhinderst du mit:

    chmod 644 ~/.marine_aquarium/*.reg

  • Pfad-Variablen: Statt /home/DEINUSER/ kannst du auch einfach die Variable $HOME/ verwenden. Das macht das Skript universell kopierbar, ohne dass man den Namen händisch ändern muss.

  • Audio-Treiber: Falls Nutzer nach der Installation von dsnd trotzdem keinen Ton haben, hilft oft ein kurzer Check in winecfg unter dem Reiter Audio, ob dort „PulseAudio“ oder „Pipewire“ korrekt zugewiesen ist.

Damit bist du jetzt komplett fertig eingerichtet! Deine Fische schwimmen, der Sound blubbert, und das Ganze lässt sich per Knopfdruck oder automatisch steuern.

Offizielle Seite zum Download der Demo und der Kaufversion:
https://serenescreen.com/v2/index.html

Inside: SereneScreen-Forum:
https://feldoncentral.com/forums/


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Das "Golden Image" – Vollsicherung mit RescueZilla

Nachdem der Desktop, die Treiber und die Lokalisierung perfekt eingerichtet sind, macht es Sinn, ein statisches Abbild (Image) der gesamten NVMe bzw. Eures System-Datenträgers zu erstellen. Dies ist die letzte Instanz der Absicherung, falls das Dateisystem korrumpiert oder das UEFI-Boot-Management (EFISTUB) fehlschlägt. Auch nach einem Bios-Update kann dieses Worst-Case Szenario ohne Weiteres auftreten.

1. Vorbereitung im laufenden System

Um das Image so klein und sauber wie möglich zu halten, sollte der belegte Speicherplatz optimiert werden:

  • Paket-Cache leeren: sudo pacman -Sc
  • SSD Trim ausführen: sudo fstrim -av (markiert ungenutzte Blöcke als frei, was die Image-Erstellung beschleunigt).
  • RescueZilla-Medium: Erstelle einen bootfähigen USB-Stick mit dem aktuellen RescueZilla-ISO.

2. Der Backup-Prozess (Cold Backup)

  • Booten: Starte den Rechner vom RescueZilla-USB-Stick (via MSI Boot Menu, meist F11).
  • Falls der RescueZilla-Stick im Boot-Menü zweimal auftaucht (einmal mit "UEFI:" Präfix und einmal ohne), unbedingt die UEFI-Variante wählen, damit das System die GPT-Partitionen korrekt erkennt.
  • Sprache: Wähle "Deutsch" für die Benutzeroberfläche.
  • Aktion: Wähle Sichern (Backup).
  • Quellaufwerk: Wähle den System-Datenträger (Arch) und achte auf die korrekte Bezeichnung.
  • Partitionen: Da nur eine Btrfs-Partition existiert (Single Partition Layout), wähle alle Partitionen (inkl. EFI-Boot-Partition).
  • Zielmedium: Wähle deine externe Festplatte oder dein NAS-Laufwerk aus.
  • Komprimierung: Wähle zstd oder gzip. Empfehlung: Dank der AM5-CPU ist zstd extrem schnell und bietet ein hervorragendes Kompressionsverhältnis für Btrfs-Daten. Das beste Verhältnis aus Geschwindigkeit und Dateigröße bei einer AM5-CPU bietet zstd (Stufe 3).
  • Name: Benenne das Image eindeutig (z.B. 2024-05-22_Arch_Base_Setup_Final).

Hinweis: Beim Vergeben des Image-Dateinamens sollten keine Sonderzeichen und keine Leerzeichen verwendet werden. Damit vermeidet man Ärger bei manchen Filesystemen wie FAT32 auf Backup-Platten.

3. Validierung (Wichtig!)

Nach Abschluss der Sicherung bietet RescueZilla eine Verifizierung an. Führe diese beim ersten "Golden Image" unbedingt durch, um sicherzustellen, dass das Image im Ernstfall fehlerfrei gelesen werden kann.

4. Recovery-Strategie (Notfall)

Sollte das System nicht mehr starten:

  • Boot von RescueZilla.
  • Wähle Wiederherstellen (Restore).
  • Wähle das Image vom externen Medium.
  • Ziel: Die interne NVMe bzw. Dein System-Datenträger.
  • Nach dem Restore:
    Da du EFISTUB nutzt, sind die Boot-Einträge im NVRAM des MSI-Boards gespeichert. Sollten diese durch ein BIOS-Update gelöscht worden sein, nutze dein vorbereitetes Skript /root/fix-boot.sh via Arch-Live-ISO, um den Eintrag mit efibootmgr neu zu schreiben. Das wird im nächsten Kapitel "Der Notfallplan: Boot-Recovery & EFISTUB-Reparatur" eingehender behandelt.

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Der Notfallplan: Boot-Recovery & EFISTUB-Reparatur

Der Ernstfall: Wir haben bereits für den Fall aller Fälle eine Arch-Komplett-Sicherung mit RescueZilla erstellt. Nach einem Bios-Update oder nach dem Wiederherstellen des Betriebssystems mit RescueZilla schlägt der Bootvorgang fehl und Arch startet nicht in den Desktop. Zwar ist die Sicherung im Idealfall wiederhergestellt, aber der NVRAM des Mainboards (die Boot-Einträge im BIOS) wird nicht immer automatisch neu beschrieben.

Bei modernen AM5-Mainboards werden bei einem BIOS-Update oder einem CMOS-Reset (etwa durch Batteriewechsel oder Übertaktungs-Fehler) die NVRAM-Variablen gelöscht. Da dein System via EFISTUB direkt bootet, verschwindet damit der „Wegweiser“ zum Kernel, obwohl dein System auf der Platte völlig unversehrt ist.

Wichtiger Hinweis: Damit du im Notfalls auch tatsächlich Zugriff auf diesen "Rettungsplan" hast, empfehle ich dir, dieses Kapitel auszudrucken oder anderweitig (z.B. auf einem Tablet) zur Hand zu haben.

1. Vorbereitung: Start über das Arch-Live-Medium

Um den Boot-Eintrag zu reparieren, müssen wir "von außen" auf das System zugreifen. Einen Arch-Live-Bootstick haben wir bereits in der Anleitung zur Arch-Installation erstellt und dieser kommt uns hier zugute. Je nach Mainboard gelangen wir mit den Tasten F8, F11 oder F12 in das Boot-Auswahlmenü.

Hinweis: Falls der RescueZilla-Stick im MSI-Menü zweimal auftaucht (einmal mit "UEFI:" Präfix und einmal ohne), unbedingt die UEFI-Variante wählen, damit das System die GPT-Partitionen korrekt erkennt.

  • Den Rechner mit dem Arch Linux Installations-USB-Stick booten.
  • Tastaturlayout laden: loadkeys de und loadkeys de-latin1 und für größere Schrift: setfont ter-132n
  • Du musst dein System dem Live-Stick bekannt machen.

Beispiel für NVMe:

mount /dev/nvme0n1p2 /mnt         # Deine Root-Partition   

mount /dev/nvme0n1p1 /mnt/boot     # Deine EFI-Partition

Bevor man mountet: Mit dem Befehl lsblk lassen sich die Device-Namen der Partitionen prüfen, da sie sich im Live-System verschoben haben können (z. B. von nvme0n1 auf nvme1n1).

2. Durchführung der Reparatur (Chroot)

Wir wechseln in das System:

  arch-chroot /mnt

Da alle Dateien (Kernel, Microcode) bereits an ihrem Platz sind, musst du dem BIOS nur noch sagen, wo sie liegen. Hierbei sollen zwei Wege aufgezeigt werden, den Booteintrag per efibootmgr zu reparieren. Da wir schon bei der Arch-Installation ein Script fix-boot.sh angelegt und in /root abgespeichert haben, können wir in diesem Fall den Weg 1 überspringen und lediglich die Script-Datei aufrufen (Weg 2).

Weg 1: händische Eingabe

Wer diesen Weg nimmt und alles per Hand eingibt, überspringt natürlich Weg 2. Bitte auf genaue Schreibweise achten!

⚠️ Wichtiger Hinweis zur Befehlseingabe:

Der folgende Befehl ist eine einzige, zusammenhängende Zeile. Aufgrund der Lesbarkeit im Dokument wird er am Seitenrand automatisch umgebrochen. Du musst ihn jedoch ohne Unterbrechung als eine einzige lange Zeile in das Terminal tippen. Drücke erst ganz am Ende (nach den letzten Anführungszeichen ") die Enter-Taste. Ein vergessenes Leerzeichen oder ein Tippfehler bei der PARTUUID hingegen führt dazu, dass das System nicht startet.

Befehl (bitte ohne Umbruch eingeben):


efibootmgr --create --disk /dev/nvme0n1 --part 1 --label "Arch Linux" --loader /vmlinuz-linux --unicode "root=PARTUUID=$(blkid -s PARTUUID -o value /dev/nvme0n1p2) rw amdgpu.modeset=1 initrd=\amd-ucode.img initrd=\initramfs-linux.img quiet splash"


Beachte:

  • Das Zeichen $ schreibt man mit der Tastenkombination Shift + 4.
  • Der Teil mit $(blkid ...) liest die eindeutige ID deiner Partition automatisch aus. Achte beim Abtippen peinlich genau darauf, dass das $ direkt vor der Klammer steht und alle Anführungszeichen exakt so gesetzt sind wie oben abgebildet.
  • Der Befehl funktioniert auch nur dann, wenn die Partitionen bereits richtig benannt sind wie in Kapitel h. Dateisysteme formatieren und einhängen näher beschrieben. Ansonsten liefert blkid kein Ergebnis und der Boot-Eintrag bleibt leer.

Weg 2: Verwendung der zuvor angelegten Script-Datei im Verzeichnis /root/fix-boot.sh

Anstatt im Stress komplexe Befehle manuell einzutippen, nutzen wir das bei der Arch Installation unter Kapitel t. Boot-Management: UEFI-Direktboot (EFISTUB) vorbereitete Rettungs-Skript /root/fix-boot.sh durch folgende Eingabe:

  bash /root/fix-boot.sh

Das Skript führt den langen Befehl fehlerfrei für dich aus.

Hinweis: Falls das Skript nach dem Restore die Ausführungsrechte verloren haben sollte (was bei RescueZilla/Btrfs unwahrscheinlich ist, aber vorkommen kann), hilft folgender Aufruf vor dem Ausführen:

  chmod +x /root/fix-boot.sh

3. Abschluß

  exit          # Chroot verlassen
  reboot          # Neustart

Nach dem Neustart und dem Entfernen des USB-Sticks wird das Mainboard das System wieder wie gewohnt über den Direct Boot starten.

Wichtiger Check nach dem Neustart:

Solltest du ein aktuelles MSI Board besitzen und nach dem Reboot direkt wieder im BIOS landen, prüfe diese zwei MSI-spezifischen Einstellungen:

  • UEFI-Modus: Gehe zu Settings > Advanced > Windows OS Configuration. Stelle sicher, dass BIOS UEFI Mode aktiv ist. Nach einem BIOS-Reset fallen viele Boards auf "CSM" zurück – dein Arch-Eintrag bleibt dann unsichtbar.
  • Boot-Priorität: Gehe zu Settings > Boot > UEFI Hard Disk Drive BBS Priorities. Hier musst du sicherstellen, dass dein neuer Eintrag "Arch Linux" an erster Stelle (Boot Option 1) steht.
  • Sobald du wieder im Desktop bist, führe einmal sudo efibootmgr ohne Parameter aus. Wenn dort dein Eintrag an erster Stelle bei BootOrder steht, ist alles perfekt."

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Fazit: Dein Arch, Deine Regeln

Herzlichen Glückwunsch! Du hast dich durch die Tiefen der Partitionierung, das Tuning modernster AM5-Hardware und die Feinheiten der RDNA 3-Grafik bis hin zur perfekten visuellen Ästhetik gearbeitet.

Was du nun vor dir hast, ist kein gewöhnliches Betriebssystem „von der Stange“. Es ist ein maßgeschneidertes Hochleistungssystem, das genau das tut, was du willst – ohne unnötigen Ballast, aber mit maximaler Power für Gaming, Arbeit und Entspannung. Arch Linux zu meistern bedeutet nicht nur, Befehle abzutippen, sondern die volle Kontrolle über seine Hardware zurückzugewinnen.

Ein paar letzte Tipps für den Alltag:

  • Bleib neugierig: Das ArchWiki ist ab jetzt dein bester Freund. Es gibt kaum ein Problem, für das dort keine Lösung steht.
  • Updates mit Bedacht: Ein yay -Syu alle paar Tage hält dein System frisch. Schau aber ab und zu auf die Arch-News, falls bei großen Updates manuelle Eingriffe nötig sind.
  • Genieß die Früchte: Ob du nun in dein Lieblingsspiel eintauchst oder einfach nur den Fischen im Marine Aquarium beim Schwimmen zusiehst – dein System ist bereit.

Mit dem RescueZilla-Image im Schrank und dem Notfall-Skript in der Tasche kann dich ab jetzt nichts mehr aus der Bahn werfen.

Viel Spaß mit deinem perfekten Arch Linux!


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